Eine Woche in China ist vorbei und in den letzten Tagen ist ebenfalls viel passiert. Dominantes und auch leider etwas ärgerliches Thema war in den letzten Tagen mein WC. Dieses war nämlich seit Donnerstag Abend verstopft. Zuerst versuchten wir das Problem selber zu beheben, mit Saugnapf und Handschuhen, was aber alles nicht wirklich half. Da wir selber keine Zeit hatten, dass jemand das Klo reparieren kommt (wir hätten den ganzen Tag zu Hause bleiben müssen), waren wir gezwungen den ganzen Freitag und Samstag Vormittag ins um die Ecke liegende Einkaufszentrum aufs klo zu gehen, was zwar immer ein recht amüsanter Ausflug war, sich ejdoch insofern als Problem herausstellte, als dass das Einkaufszentrum um halb 10 zusperrt. Wenn man also in der Nacht aufs Klo muss: Pech gehabt. Aber im Endeffekt haben wir uns eh schnell dran gewöhnt.Am Freitag hatte ich in der Früh einen Einstufungstest, damit meine Chinesischkenntnissen überprüft werden konnten, danach ging es auf zum Physical Check mit dem Uni Bus, zusammen mit andren Studenten. Diese Busfahrt war insofern super, weil man nun endlich Socializing betreiben konnte. Da alle quasi im selben Boot saßen fand ich schnell gleich Gesinnte die sich genauso wenig auskannten wie ich ^^. So fand ichn schnell Kontakt zu einer Kanadierin, einer Amerikanerin, einr Dänin, einer Holländerin sowie zu einem Nepalesen. Der daraufhin folgende Health Check, der Studenten von der Kommunistischen Partei vorgeschrieben wird, fand dann doch realtiv gut organisiert statt. Man bekam einen Laufzettel und konnte nach eigenem Ermessen die einzelnen Ärzte im Krankenhaus ablaufen. Auf gut Glück hatte ich meinen Bluttest (auf deutsch!) mitgenommen und vorgewiesen und konnte mir somit den Bluttest ersparen, da die Krankenschwester lediglich bei „HIV“ das Wort „negative“ suchte. Summa summarum war die ganze Sache dann nach ca 3 Stunden vorbei und es ging wieder zurück zur Uni.Am Freitag Abend beschlossen wir dann mal kurzerhand die Stadt unsicher zu machen und das Nachtleben zu erkunden und fuhren nach Sanlitun. Sanlitun ist ein Stadtteil in Beijing, der relativ zentral liegt und quasi Beijings Bermudadreieck ist, nur mit etwas mehr Auswahl. Anfangs waren wir in einem zeimlich coolen Lokal, wo wir auf dem Dach sitzen konnte. Oben wurde Live Musik gespielt (Lounge mäßig) und man hatte bei genussvollen Cocktails einen prima Ausblick auf das nächtliche Beijing. Nachdem wir einiges getankt hatten ebschlossen wir dann noch ins „Butterfly“ weiterzuziehen, was ca dem Wiener „Kaktus“ entspricht. Also klein, abgefuckt, aber saugünstig. Ein Bier 1€. Dort blieben wir dann noch ein bisschen beschlossen aber nach Haus zu fahren, weil wir am nächsten Tag in einen Vergnügungspark fahren wollten. Samstag:Der Vergügungspark fiel sprichwörtlich ins Wasser da es in der Früh wie aus Kübeln schüttete. Während der Michi den Beihai Park besuchte beschloss ich einen tag zu Hause zu verbringen und mich um die toilette zu kümmern. Zuerst rief ich die Agentin an, die kam wenige Minuten später mit einem Arbeitskollegen bei mir zu Hause an. Zuerst probierten wir zu dritt nochmal selbst das Klo zu reparieren, dabei zerstörte der Kollege den Suagnapf, indem der harte alte Gummi einfach durchbrach. Gut, auf zum Supermarkt und einen neuen kaufen, dieser stellte sich jedoch als ziemlicher Scheiß heraus, das bei diesem Exemplar der Gummi zu weich vor und sich nach hinten durchbog (ich glaube ihr wisst, was ich meine). Gut, mit diesem Saugnapf war es ebenfalls unmöglich die Toilette zu reparieren, also wieder zum Supermarkt, einen dritten kaufen ^^Der funktionierte dann schließlich ordnungsgemäß, konnte das Problem aber auch nicht lösen. Daraufhin riefen wir den Hausbesorger an, der kam 3 Minuten später von der Nebenstiege daher. Null Unterschied zum klassischen österreichen Hausbesorger. Kurze Hose und ärmelloses Unterleiberl tragend, Wampen, Zigarette im Mund und einen ärgeren Dialekt sprechend meinte er dass man da eine Firma rufen müsse. Sein fragwürdiges Sachwissen reichte hierfür anscheinend aus, womit sich sein Aufenthalt im Wesentlichen auf diese Feststellung und dem Hineinwerfen des Tschickstummels in mein Klo beschränkte. Gut, wir riefen daraufhin eine Firma an und ließen einen Arbeiter vorbei kommen. Doch bis der kam vergingen 45 Minuten und ich beschloss daweil die Wohnung ein bisschen zamzuputzen (da die Vormieterin die Wohnung in einemmehr oder weniger katastrophal dreckigen zustand hinterlassen hatte). Die Agentin lebte ihren Mutterinstinkt aus indem sie mir liebevoll beim Putzen half, während sich ihr Kollege auf meinem Laptop alle möglichen Musikvideos ansah – nahezu ausschließlich jene mit leicht bekleideten Frauen, was zu einem kleinen Eklat zwischen ihm und der Agentin führte, aber das ist eine andre Geschichte. Wie auch immer, nach 45 Minuten war der Typ von der Firma endlich da und versuchte zunächst mit einem langen biegsamen Rohr das Abflussrohr zu reinigen – ging nicht. Daraufhin musste die ganze Toilette aus der Verankerung gerissen werden, ich hab geglaubt mich trifft der schlag. Die Aktion hat ca eine weitere Stunden gedeauert, mittlerweile hab ich der Agentin und ihrem Kolegen Bilder von Wien gezeigt du mir Komplimente von der Agentin anhören lassen dürfen, wie schöne Augen ich nicht hab (nämlich nicht typisch asiatisch braun). Leicht irritierend war die Tatsache, dass sie mich gleich darauf gefragt hat ob ich schon verheiratet bin ^^Naja,auf jeden Fall war nach einer Stunde das Klo repariert und meine Geldbörse war 150 Kuai leichter. Mittlerweile war der Michi auch schon wieder vom Beihai Park zurück und die Kloaktion war nach ca 5 Stunden beendet. Um den Tag nicht endgültig nur zu Hause zu veringen beschloss ich mit Amy (die Kanadierin) und ihrer Zimmerkollegin aus dem Studentenheim (eine Koreanerin) noch etwas essen zu gehen. Im Restaurant erwies sich die Koreanerin (hab leider ihren Namen vergessen) als überdurchschnittlich trinkfest – ich mein sie is eine Frau UND Asiatin! – und irgendwie floss der Alkohol so schnell, dass wir dann noch spontan beschlossen zum Supermarkt zu rennen und eine Kiste Qingdao Bier zu kaufen um eine kleine Wohnungseinweihunsparty zu schmeißen. Hierbei wurde es dann mit den Trinkspielen richtig böse, das beste war, dass Amy am nächsten Tag um 8 in der Früh restfett den Einstufungstest schreiben musste :DZiemlich trashig war dann noch als wir etwas angeheitert ins Bett gegangen sind, den Fernseher aufgedreht haben und genau in dem Moment auf CCTV 9 ein einstündiges Interview mim Wolfgang Schüssel gesendet wurde. Naja, wir schliefen daher doppelt so schnell ein.Heute, Sonntag:Aus dem Ausschlafen wurde nix, um 8 war ich bereits munter. Was aber nicht so schlimm war, da ich sowieso mein Testergebnis abholen musste. Gut, auf zur Uni, meine Klasseneinteilung abgeholt. Demnach beginnt mein Semester nicht schon am Montag, sondern erst am Dienstag, also noch ein Tag mehr frei :)Zu Mittag traf ich mich mit Amy um zum Houhai Lake zu gehen. Der Vorteil von dem gestrigen verregnteen Tag war, dass es heute komplett blauen Himmel mit keinen Wolken gab, was WIRKLICH selten in Beijing ist! Ad Houhai Lake: Dabei handelt es sich um einen Teich im Stadtzentrum, rundherum nur alte Stadtviertel, also ganz alte traditionelle Bauweise (Hutongs), wirklich schön. Leider ist das ganze mit Touristen ziemlich überfüllt, dementsprechend auch die Preise in den um den See liegenden Lokalen. Nachher schlenderten wir noch ein wenig durch die Hutongs ehe ich dann schon mim Michi zusammen weiter Richtung Yis Eltern zu fahren, die wir auf ein Abendessen eingeladen hatten. Ein kleines Erfolgserlebnis gab es dann auch noch beim Nach Hause Weg, als ich zum Spaß probieren wollte ob ich jetzt vielleicht ENDLICH Geld mit meiner österr. Karte hier abheben kann (ist bisher nie gegangen). UND: es hat geklappt!! Hab mal gleich 1000 Kuai abgehoben, damit komm ich jetzt wieder ne Zeit lang über die Runden. Bezgl. Fotos: Habe ich schon ein paar gemacht, die besten davon (inkl Fotos von meiner Wohnung) könnt ihr euch im StudiVZ in meinen Fotoalben anschauen :)
Montag, 1. September 2008
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen