Okay,Leute, ich sehe schon das wird ein längerer Eintrag aber ich habe auch selten zuvor so viel binnen 5 Tagen erlebt.
Also wie ihr vmtl erkennen könnt bin ich sicher in Peking angekommen. Habe inzwischen auch schon eine eigene Wohnung und seit heute Internet. Aber mal alles der Reihe nach
Samstag
Am Samstag ging mein Flug um 1040 Uhr von Wien nach Düsseldorf (Air Berlin) wo ich dann nach Beijing umsteigen musste. Das zache daran: Am Flughafen Düsseldorf 5 Stunden Wartezeit. Cool: Auf beiden Flügen einen Fensterplatz, der Air Berlin Top Bonus Service Card sei Dank (daher durfte ich auch bis zu 30 Kilo Freigepäck mitnehmen). Summa summarum hatte mein Essl Rucksack 27 Kilo und mein Handgepäck ca 7 Kilo (Laptop, Externe Festplatte etc).
Nachdem mein Hund, den meine Mutter mitgenommen hatte, sich im Flughafenrestaurant von seiner Leine gerissen hatte, in die Küche gerannt war und den Chefkoch zum Auszucken gebracht hatte (Zitat: „Alarmstufen Rot, do is a Hund in der Kuchl!“) ging es dann jedoch schon zum Gate und der Flug ging pünktlich los.
Nach ca 1,5 Stunden Flugzeit waren wir dann auch in Düsseldorf angekommen. Dort versuchte ich mich mal mit allen möglichen Mitteln wachzuhalten, da ich in der Nacht zuvor gerade mal 3 Stunden geschlafen hatte (Stichwort Al Fayrooz & Bauchtanz). Zuerst setzte ich mich hin und las ein Buch, was dann allerdings nach einiger Zeit auch schon immer anstrengender wurde, woraufhin ich beschloss ein Cafe aufzusuchen um dort einen Espresso nach dem anderen in mich reinzukippen. Das half zwar kurzfristig, war jedoch auch nicht wirklch gut auf die Dauer hin. Schließlich hätte ich dann fast meinen Flug verpasst, weil ich dann schon nicht mehr auif die Uhr geschaut habe, allerdings wäre das eh wurscht gewesen, da der Flieger im Endeffekt sowieso eine Stunde lang in der Parking Position stand, weil irgendwas laut Auskunft der Service Crew „hin“ war. Mit einer Stunde Verspätung ging es dann jedoch endlich über die Wolken Richtung Osten. Wieder Vorteil: Ein Fensterplatz OHNE Sitznachbarn, und das auf einem Langstreckenflug: IDEAL!
Na gut, die ersten paar Stunden vergingen dank Mr. Bean, versteckten Kameraszenen und diversen Musikvideos relativ schnell. Auch das Abendessen verschönerte den Flugzeugaufenthalt und der servierte Rotwein war fruchtig im Geschmack und mild im Abgang. Doch dann: Die Nachtstunden. Draußen ist es dunkel, somit kann man sich nichts mehr anschauen, außer die Tragflächen. Im TV lief der Film „27 Dresses“, dessen einziger Lichtblick Katherine Heigl war, jedoch war der Film trotzdem zum Schmeißen (ich glaub 3 mal zwischendurch eingeschlafen). Owohl ich saumüde war konnte ich trotzdem nicht gscheit einschlafen und summa summarum habe ich auf dem ganzen 10 Stunden Flug ca eine Stunde geschlafen.
In der Frh war dann schließlich wieder Hoffnungsschimmer am Horizont, nicht nur in Form der Sonne, sondenr auch in der Form der Restflugzeitanzeige am Bildschirm. Außerdem konnte man nun wieder aus dem Fenster schauen und die Landschaft betrachten. Schleßlich erfolgte die Landung mit einer Stunde Verspätung um ca 10 Uhr Ortszeit vormittags. Nach ca 15 Minuten Herumrollerei auf dem unglaublich großen Beijing Capital Airport (mittlerweile schon mit 3 terminals) war mal Mission Nummer 1 eine chines. Sim Karte irgendwo am Flughafen zu ergattern. Dies stellte ich mir im Vorhinein wesentlich komplizierter vor als es dann im Endeffekt war, da ich einfach nur durch die Visa Kontrolle durchgehen musste um dahinter gleich von einer China Mobile Dame „empfangen“ zu werden. Apropos meine Hdy Nummer ist derzeit: 0086 151 01 633 542.
Nach der Gepäcksaufnahme gings weiter mit der Airport Ubahn in die Stadt, von dort mit dem 100 Liter Rucksack weiter in die U2 (was ziemlich nervig ist, weil derzeit – Olympia sei dank – ÜBERALL Security Checks stattfinden und man ständig sein Gepäck entweder aufmachen muss oder durch irgendein Röntgengerät schieben muss). Die U2 war ziemlich voll gestopft nach österr. Verständnis, nach chines. Verständnis war wenig los, das kann ich zumindest sagen nachdem ich schon ein paar mal mit der Beijinger U1 zur Rush Hour gefahren bin. Egal, das beste stand mir noch bevor, als ich dann mit dem voll gestopften Rucksack in den voll gestopften Bus umsteigen musste. Doch nach 5 Busstationen war auhc diese Qual beendet und ich stieg bei Ganjiakou aus, wo mich die Agnes (Schwester von der Lisi) erwartete, um mich zur Wohnung von Yi seinen Eltern zu bringen, in der sie bereits wohnte und ich die nächsen Tage ebenfalls wohnen sollte, bis ich eine eigene Wohnug gefunden hätte. Ebenfalls in der Wohnung wohnte derzeit die Iris. Es folgte Begrüßung etc und danach ging ich noch mit der Agnes und der Iris zum „Silk Market“, weil ich mittlerweile eh schon so aufgedreht war, dass ich sowieso nicht mehr schlafen hätte können.
Beim Silk Market handelt es sich um einen extra für Touristen angelegten M arkt, in dem man alles bekommt, das in irgendeinem (Nicht)verhältnis zu China steht. Also von Kleidung und Schuhen über Spielzeug bis hin zu Olympiaramsch und Esstäbchensets. In diesme Silkmarket, der sihc in einem Gebäude östlich des Zentrums auf 6 Stockwerken befindet, trifft man NUR Westler, die sich mit der Preispolitik hier nicht auskennen bzw nicht gut verhandeln und für alles viel zu viel zahlen. Der Ort ist bummvoll und man wird STÄNDIG von Händlern angesprochen – nein nicht angesprochen sondern am Gewand und an den Händen zu den jeweiligen Verkaufsständen gezogen. Kurz gesagt: ABSOLUTER Horror und Hassort Nummer 1 in Beijing (Nummer 2 etc folgen noch), aber für Touristen sicherlich ideal.
Wie auch immer, danach ging es nach Hause wo es noch ein leckeres Abendessen gab und wir uns dann alle die Olympia Abschiedsfeier auf CCTV anschauten. Zum Abschluss gab es dann noch in der ganzen Stadt ein großes Feuerwerk, was ziemlich cool war, da wir im 18. Stock eines Hochhauses wohnten und somit guten Überblick über das Feuerwerk hatten. Die Leute in den andren Wohnungen der Hochhaussiedlung waren total aus dem Häuschen und schrieen und jubelten während des Feuerwerks aus den Fenstern heraus. Danach ging ich dann auch schon schlafen, da ich wirklich dringend Schlaf brauchte.
Montag
Iris’ Flug ging in der Früh, somit brachte die Agnes sie zum Flughafenbus im Stadtzentrum, gleichzeitig fuhr ich zum Hauptbahnhof um den Michi abzuholen, der mit dem Zug um 7 Uhr aus Shanghai angekommen war. Das erste Highlight am Montag war mal, dass wir Kontakt mit einer Wohnungsagentin aufnahmen, die uns der Yi organisiert hatte, damit wir (Michi und ich) uns meine zukünftige Wohnung anschauen könnten. Die Wohnung liegt zwar nur 5 Bus- und 5 Ubahnstationen von der Wohnung von Yis Eltern weg, trotzdem braucht man für diese Strecke ca eine Stunde (zur Wohnung dann noch mal ca 10 Minuten zu Fuß). Das ist das erste, an das man sich hier gewöhnen muss. Dass man mit den Öffis mal locker eine Stunde irgendwo hinfährt, auch wenn man nicht oft umsteigen muss und die Züge schneller abgefertigt werden als in Wien. Aber Peking ist einfach SO eine dermaßen große Stadt, dagegen ist Wien WIRKLICH ein Dorf, eigentlich wie ein Bezirk in Beijing. Man legt hier zwischen zwei Ubahnstationen mal locker ein paar Kilometer zurück. Ganz extrem ist die U13, die gleich neben meiner Wohnugn fährt. Das ist so eine Art Vorortelinie, die in die ganzen äußeren Randgegenden von Peking im Norden fährt. Da fährt man mal locker einige Minuten zwischen 2 Stationen.
Wie auhc immer. Wir kamen dann im Endeffekt in Wudaokou (so heißt das Viertel in dem ich lebe) an, das ist ca 10 Kilometer Luftlinie nordwestlich des Zentrums. Die Wohnugn liegt…hmm das is schwer zu beschreiben für die jenigen, die noch nicht in China waren. Das Gebäude liegt in einem typischen „Gemeindehofblock“, wo ein Haus ca 5-6 Stöcke hat. Also noch eher ältere Häuser, keine Hochhäuser, aber auch keine Hutongs, eine Zwischenstufe halt. Wie auch immer, werde demnächst mal Fotos online stellen. Ich wohne also in so einem Hof im zweiten Stock. Die Wohnung ist eine ein Zimmer Wohnung (eigentlich 1,5 Zimmer, aber egal) mit 48m², voll möbliert, Parkettboden, Klimaanlage, Fernseher, „Pseudobalkon“ (Chinaleute wissen was ich meine, Stichwort Gitterfenster) und sonst auch voll schön. Die Wohnung liegt direkt neben meinem Unicampus und ca 200 Meter Luftlinie von der Ubahn entfernt. Es gibt viele günstige und gute traditionelle Restaurants in der Gegend, durchschnittlichn zahlt man ca 1-2 € für ein ausgiebiges Essen inkl. Getränk. Es gibt jedoch auch allerlei Fast Food Ketten wie zB Mc Donalds, KFC, Pizza Hut und The Pizza Company, die jedoch vlgsweise teuer sind (einzig der McD ist mit ca 2,5€ pro Menü günstig), da der Michi und ich letztens bei The Pizzy Company unglaubliche 10€ für eine Pizza gezaht haben, und das in China!!! Auch gleich bei der Wohnung ist ein Rieseneinkaufszentrum mit Riesen Supermarkt und allen anderen Shoppingmöglichkeiten (jedoch zu relativ westlichen Preisen). UND: Die Gegend liegt ca 4-5 Kilometer von der Olympic City entfernt, man ist also wirklich schnell beim Birds Nest. Kann mich daweil also echt nicht beschweren, wie das Nachtleben so hier ist werd ich in den kommenden Tag mal zu Genüge austesten :)
Naja auf jeden Fall, sind wir dann in das Büro der Agentin gefahren um den Vertrag aufzusetzen. Der Vertrag war natürlich voll und ganz auf chinesisch und ich verfluchte schnell die eine oder andre geschwänzte Textlektüre Stunde auf der Uni. Aber mit viel Geduld (alle andren Chinesen haben sich schon über uns lustig gemacht, weil wir so ewig lang gebraucht haben um diesen Vertrag durchzulesen) und Michis Vokabelkenntnis hatten wir das auch geschafft. Eingezogen sind wir dann doch erst am Mittwoch, weil wir bis dahin das Geld für ein paar Monatsmieten etc beraffen mussten (nochmal Danke an Yi an dieser Stelle).
Der restl. Tag verlief unspektakulär. Wir trafen uns dann noch mit der Agnes und fuhren zum Silk Market, weil die Agnes dort noch irgendwelche Olympis Sachen kaufen wollte. Danach gings noch schnell ab in ein Internetcafe und danach nach Hause um einzuschlafen.
Dienstag
Aufstehen um halb 5 in der Früh, da die Agnes schon früh am Flughafen sein musste, und wir ihr helfen mussten das Gepäck vom 18 Stock auf die Straße zu tragen (der Lift fährt zw 0 und 6 Uhr nicht). Das war dann im Endeffekt nur halb so wild wie angenommen, da wir sofort ein Taxi für sie fanden.
Nachdem wir uns dann wieder ein wenig hingelegt hatten, fuhren der Michi und ich nach Wudaokou rauf um uns ein bissl die Gegend der neuen Wohnung anzuschauen. Mehr oder weniger spontan beschlossen wir dann auch noch uns das Olympia Dorf anzuschauen und fuhren mit dem Bus dorthin. Dort waren wir dann jedoch ziemlich ernüchtert, da der Watercube und das Vogelnest weitestgehend abgesperrt waren (due to security reasons versteht sich -.-). Ein paar Fotos haben wir dann doch noch gemacht, auch wenn die ganze Zeit ein Zaun vor dme Fotoobjekt war ^^.
Danach fuhren wir nochmal in die Stadt ins Internetcafe und danach trafen wir uns mim Clemens (Unikollege aus Wien) und ein paar Arbeitskolleginnen von ihm um mit ihnen Eislaufen zu gehen, ja richtig gelesen, eislaufen. Das ganze war in einem Einkaufszentrum südlich des Zentrums. Wir kauften Karten für 100 Minuten. Die Schuhe waren mehr als gewöhnungsbedürftig (ich hatte keinen festen Halt) und das Eislaufen sowieso, da ich das letzte mal mit 8 Jahren eislaufen war! Vorteil an dem ganzen: Man betätigte sich sportlich. Nachteil: Durch mehrere Stürze aufgrund von übermütigem Fahrverhalten meinerseits aufgeschürfte Hände (keine Handschuhe), blauer Fleck am Knie, sowie nasse Hose. UND eine Blase am linken Fuß. Doch nach 100 Minuten war auch diese Qual/Spaß vorbei und es ging ab nach Haus, wo ich so gut schlief wie schon lange nicht mehr (Stichwort Erschöpfung).
Mittwoch:
Umziehen angesagt. Per Taxi mitsamt dem ganzen Gepäck zur Wohnugn gefahren, danach mit dem House Owner und der Agentin zur örtlichen Polizeistation gefahren um dort einen Meldezettel zu beschaffen. Danach fuhren wir noch zu einer Internetfirma, wo wir mein Internet für die Wohnung anmeldeten. Nachdem wir dann wieder zu Hause angekommen waren richteten wir die Wohnung ein bisschen ein, da manche Möbel mehr als gewöhnungsbedürftig platziert waren (warum steht eine Couch und der Kühlschrank und die Mikrowelle im Vorzimmer??). Auf dem Weg zum Mittagessen sind wir dann wirklich per zufall der Johanna über dne Weg gelaufen (Beijing ist vl doch nur ein Dorf), die ja auhc mit mir an der BLCU studiert. Nach dem Mittagessen lebten wir uns dann noch in der neuen Wohnung ein bevor es am Abend mit Johanna zu dritt Richtung Tiananmen ging um das neue Opernhaus zu begutachten. Von dort gingen wir dann zum Tiananmenplatz und nach dieser kleinen Sightseeingtur gings eh schon wieder nach Hause. Die erste Nacht in der eigenen Wohnung.
Donnerstag:
Der komplette tag war für Uni Registration reserviert. Vorgekommen bin ich mir dabei wie Asterix & Obelix mit dem Passierschein A 38. Man wird von einem Gebäude ins andere geschickt, von einem Stockwerk ins nächste. zB Ich wollte meine tuition fee mit VISA zahlen und musste deswegen extra in ein komplett anderes Gebäude rennen -.-
Auch super war, dass ich mal seit meiner Ankunft in China 3 neue Namen hab:
1.: Ingomar Stoller, ok is klar, das Ö gibt’s in China nicht
2.: Asgeir Ingason, der stand nämlich heute auf meinem Zahlschein für die Unigebühr oben. Keine Ahnung wie man auf den Namen kommt, er ist nicht mal die richtige Pinyintranskription meines deutschen Namens
3.: Wang Yingguo, mein Chines. Name, jedoch hab ich mir den selber aussuchen dürfen. Wobei „Wang“ soviel wie „König“ heißtund als Nachname fungiert und Yingguo soviel wie „heldenhafte Frucht“ bedeutet (nicht lachen!!)
Wie auch immer. Der Michi hat bei der Polizei als wir ihm einen Meldezettel beschafft haben auch einen neuen Namen bekommen und heißt jetzt Meingabner, weil das scharfe s ja wie ein b ausschaut ^^
Das ganze war sehr mühsam und ich hab mittlerweile schon so viele Zettel hergegeben und bekommen, dass ich schön langsam den Überblick verliere. Jedoch habe ich mittlerweile alles erledigt, bis auf wenige Sachen.
Morgen hab ich in der Früh den Einstufungstest und um 12 Uhr fahren wir dann mit dem Unibus zu irgendeinem Krankenhaus um dort unseren Health Check zu machen (war eh klar, dass ich den in China nochmal machen muss, auch wenn ich ihn in Österreich schon mal gemacht habe. Das beste daran: Ich darf für den in China nochmal zahlen, ca 40 €). Wenn ich dann das alles hab muss ich nur noch meinen Studentenausweis abholen und mein Visum verlängern, dann ist das erste mal geschafft.
Danach waren der Michi und ich noch beim Büro der Agentin um ihr das Geld für die Wohnung zu geben, der House Owner musste seine Kaution per Fahrrad abholen, da sein Auto heute nicht fahren darf (Stichwort gerades/ungerades Autokennzeichen).
Summa summarum geht’s mir also gut hier in China und das Leben nimmt schön langsam geordnete Formen an. Wie gesagt, die Option mich zu besuchen bleibt natürlich nach wie vor aufrecht. So, das ist jetzt mal eh genug für meinen ersten Eintrag hier aus Beijing, abschließend noch meine Kontaktdaten.
Hdy.: 0086 151 01 633 542
Adresse: Wangzhuanglu 27 Hao 6-621, Haidian District, 100083 Beijing, VR China
Und auf chinesisch: 王庄路27号6-621,海淀区,北京100083,中国
Also bis bald! Es freut mich antürlich, wenn mir ab und zu Leute was auf meine Mailadresse oder per Skype/ICQ schreiben :)
P.S.: Mein Blog ist hier in CHina zensiert, d.h. ich kann nicht drauf zugreifen und nichts updaten. Daweil wird mein Bruder Rü von Österreich aus den Blog aktualisieren, aber das is nur ne Zwischenlösung bis ich eine neue Blogadresse gefunden habe.
Also wie ihr vmtl erkennen könnt bin ich sicher in Peking angekommen. Habe inzwischen auch schon eine eigene Wohnung und seit heute Internet. Aber mal alles der Reihe nach
Samstag
Am Samstag ging mein Flug um 1040 Uhr von Wien nach Düsseldorf (Air Berlin) wo ich dann nach Beijing umsteigen musste. Das zache daran: Am Flughafen Düsseldorf 5 Stunden Wartezeit. Cool: Auf beiden Flügen einen Fensterplatz, der Air Berlin Top Bonus Service Card sei Dank (daher durfte ich auch bis zu 30 Kilo Freigepäck mitnehmen). Summa summarum hatte mein Essl Rucksack 27 Kilo und mein Handgepäck ca 7 Kilo (Laptop, Externe Festplatte etc).
Nachdem mein Hund, den meine Mutter mitgenommen hatte, sich im Flughafenrestaurant von seiner Leine gerissen hatte, in die Küche gerannt war und den Chefkoch zum Auszucken gebracht hatte (Zitat: „Alarmstufen Rot, do is a Hund in der Kuchl!“) ging es dann jedoch schon zum Gate und der Flug ging pünktlich los.
Nach ca 1,5 Stunden Flugzeit waren wir dann auch in Düsseldorf angekommen. Dort versuchte ich mich mal mit allen möglichen Mitteln wachzuhalten, da ich in der Nacht zuvor gerade mal 3 Stunden geschlafen hatte (Stichwort Al Fayrooz & Bauchtanz). Zuerst setzte ich mich hin und las ein Buch, was dann allerdings nach einiger Zeit auch schon immer anstrengender wurde, woraufhin ich beschloss ein Cafe aufzusuchen um dort einen Espresso nach dem anderen in mich reinzukippen. Das half zwar kurzfristig, war jedoch auch nicht wirklch gut auf die Dauer hin. Schließlich hätte ich dann fast meinen Flug verpasst, weil ich dann schon nicht mehr auif die Uhr geschaut habe, allerdings wäre das eh wurscht gewesen, da der Flieger im Endeffekt sowieso eine Stunde lang in der Parking Position stand, weil irgendwas laut Auskunft der Service Crew „hin“ war. Mit einer Stunde Verspätung ging es dann jedoch endlich über die Wolken Richtung Osten. Wieder Vorteil: Ein Fensterplatz OHNE Sitznachbarn, und das auf einem Langstreckenflug: IDEAL!
Na gut, die ersten paar Stunden vergingen dank Mr. Bean, versteckten Kameraszenen und diversen Musikvideos relativ schnell. Auch das Abendessen verschönerte den Flugzeugaufenthalt und der servierte Rotwein war fruchtig im Geschmack und mild im Abgang. Doch dann: Die Nachtstunden. Draußen ist es dunkel, somit kann man sich nichts mehr anschauen, außer die Tragflächen. Im TV lief der Film „27 Dresses“, dessen einziger Lichtblick Katherine Heigl war, jedoch war der Film trotzdem zum Schmeißen (ich glaub 3 mal zwischendurch eingeschlafen). Owohl ich saumüde war konnte ich trotzdem nicht gscheit einschlafen und summa summarum habe ich auf dem ganzen 10 Stunden Flug ca eine Stunde geschlafen.
In der Frh war dann schließlich wieder Hoffnungsschimmer am Horizont, nicht nur in Form der Sonne, sondenr auch in der Form der Restflugzeitanzeige am Bildschirm. Außerdem konnte man nun wieder aus dem Fenster schauen und die Landschaft betrachten. Schleßlich erfolgte die Landung mit einer Stunde Verspätung um ca 10 Uhr Ortszeit vormittags. Nach ca 15 Minuten Herumrollerei auf dem unglaublich großen Beijing Capital Airport (mittlerweile schon mit 3 terminals) war mal Mission Nummer 1 eine chines. Sim Karte irgendwo am Flughafen zu ergattern. Dies stellte ich mir im Vorhinein wesentlich komplizierter vor als es dann im Endeffekt war, da ich einfach nur durch die Visa Kontrolle durchgehen musste um dahinter gleich von einer China Mobile Dame „empfangen“ zu werden. Apropos meine Hdy Nummer ist derzeit: 0086 151 01 633 542.
Nach der Gepäcksaufnahme gings weiter mit der Airport Ubahn in die Stadt, von dort mit dem 100 Liter Rucksack weiter in die U2 (was ziemlich nervig ist, weil derzeit – Olympia sei dank – ÜBERALL Security Checks stattfinden und man ständig sein Gepäck entweder aufmachen muss oder durch irgendein Röntgengerät schieben muss). Die U2 war ziemlich voll gestopft nach österr. Verständnis, nach chines. Verständnis war wenig los, das kann ich zumindest sagen nachdem ich schon ein paar mal mit der Beijinger U1 zur Rush Hour gefahren bin. Egal, das beste stand mir noch bevor, als ich dann mit dem voll gestopften Rucksack in den voll gestopften Bus umsteigen musste. Doch nach 5 Busstationen war auhc diese Qual beendet und ich stieg bei Ganjiakou aus, wo mich die Agnes (Schwester von der Lisi) erwartete, um mich zur Wohnung von Yi seinen Eltern zu bringen, in der sie bereits wohnte und ich die nächsen Tage ebenfalls wohnen sollte, bis ich eine eigene Wohnug gefunden hätte. Ebenfalls in der Wohnung wohnte derzeit die Iris. Es folgte Begrüßung etc und danach ging ich noch mit der Agnes und der Iris zum „Silk Market“, weil ich mittlerweile eh schon so aufgedreht war, dass ich sowieso nicht mehr schlafen hätte können.
Beim Silk Market handelt es sich um einen extra für Touristen angelegten M arkt, in dem man alles bekommt, das in irgendeinem (Nicht)verhältnis zu China steht. Also von Kleidung und Schuhen über Spielzeug bis hin zu Olympiaramsch und Esstäbchensets. In diesme Silkmarket, der sihc in einem Gebäude östlich des Zentrums auf 6 Stockwerken befindet, trifft man NUR Westler, die sich mit der Preispolitik hier nicht auskennen bzw nicht gut verhandeln und für alles viel zu viel zahlen. Der Ort ist bummvoll und man wird STÄNDIG von Händlern angesprochen – nein nicht angesprochen sondern am Gewand und an den Händen zu den jeweiligen Verkaufsständen gezogen. Kurz gesagt: ABSOLUTER Horror und Hassort Nummer 1 in Beijing (Nummer 2 etc folgen noch), aber für Touristen sicherlich ideal.
Wie auch immer, danach ging es nach Hause wo es noch ein leckeres Abendessen gab und wir uns dann alle die Olympia Abschiedsfeier auf CCTV anschauten. Zum Abschluss gab es dann noch in der ganzen Stadt ein großes Feuerwerk, was ziemlich cool war, da wir im 18. Stock eines Hochhauses wohnten und somit guten Überblick über das Feuerwerk hatten. Die Leute in den andren Wohnungen der Hochhaussiedlung waren total aus dem Häuschen und schrieen und jubelten während des Feuerwerks aus den Fenstern heraus. Danach ging ich dann auch schon schlafen, da ich wirklich dringend Schlaf brauchte.
Montag
Iris’ Flug ging in der Früh, somit brachte die Agnes sie zum Flughafenbus im Stadtzentrum, gleichzeitig fuhr ich zum Hauptbahnhof um den Michi abzuholen, der mit dem Zug um 7 Uhr aus Shanghai angekommen war. Das erste Highlight am Montag war mal, dass wir Kontakt mit einer Wohnungsagentin aufnahmen, die uns der Yi organisiert hatte, damit wir (Michi und ich) uns meine zukünftige Wohnung anschauen könnten. Die Wohnung liegt zwar nur 5 Bus- und 5 Ubahnstationen von der Wohnung von Yis Eltern weg, trotzdem braucht man für diese Strecke ca eine Stunde (zur Wohnung dann noch mal ca 10 Minuten zu Fuß). Das ist das erste, an das man sich hier gewöhnen muss. Dass man mit den Öffis mal locker eine Stunde irgendwo hinfährt, auch wenn man nicht oft umsteigen muss und die Züge schneller abgefertigt werden als in Wien. Aber Peking ist einfach SO eine dermaßen große Stadt, dagegen ist Wien WIRKLICH ein Dorf, eigentlich wie ein Bezirk in Beijing. Man legt hier zwischen zwei Ubahnstationen mal locker ein paar Kilometer zurück. Ganz extrem ist die U13, die gleich neben meiner Wohnugn fährt. Das ist so eine Art Vorortelinie, die in die ganzen äußeren Randgegenden von Peking im Norden fährt. Da fährt man mal locker einige Minuten zwischen 2 Stationen.
Wie auhc immer. Wir kamen dann im Endeffekt in Wudaokou (so heißt das Viertel in dem ich lebe) an, das ist ca 10 Kilometer Luftlinie nordwestlich des Zentrums. Die Wohnugn liegt…hmm das is schwer zu beschreiben für die jenigen, die noch nicht in China waren. Das Gebäude liegt in einem typischen „Gemeindehofblock“, wo ein Haus ca 5-6 Stöcke hat. Also noch eher ältere Häuser, keine Hochhäuser, aber auch keine Hutongs, eine Zwischenstufe halt. Wie auch immer, werde demnächst mal Fotos online stellen. Ich wohne also in so einem Hof im zweiten Stock. Die Wohnung ist eine ein Zimmer Wohnung (eigentlich 1,5 Zimmer, aber egal) mit 48m², voll möbliert, Parkettboden, Klimaanlage, Fernseher, „Pseudobalkon“ (Chinaleute wissen was ich meine, Stichwort Gitterfenster) und sonst auch voll schön. Die Wohnung liegt direkt neben meinem Unicampus und ca 200 Meter Luftlinie von der Ubahn entfernt. Es gibt viele günstige und gute traditionelle Restaurants in der Gegend, durchschnittlichn zahlt man ca 1-2 € für ein ausgiebiges Essen inkl. Getränk. Es gibt jedoch auch allerlei Fast Food Ketten wie zB Mc Donalds, KFC, Pizza Hut und The Pizza Company, die jedoch vlgsweise teuer sind (einzig der McD ist mit ca 2,5€ pro Menü günstig), da der Michi und ich letztens bei The Pizzy Company unglaubliche 10€ für eine Pizza gezaht haben, und das in China!!! Auch gleich bei der Wohnung ist ein Rieseneinkaufszentrum mit Riesen Supermarkt und allen anderen Shoppingmöglichkeiten (jedoch zu relativ westlichen Preisen). UND: Die Gegend liegt ca 4-5 Kilometer von der Olympic City entfernt, man ist also wirklich schnell beim Birds Nest. Kann mich daweil also echt nicht beschweren, wie das Nachtleben so hier ist werd ich in den kommenden Tag mal zu Genüge austesten :)
Naja auf jeden Fall, sind wir dann in das Büro der Agentin gefahren um den Vertrag aufzusetzen. Der Vertrag war natürlich voll und ganz auf chinesisch und ich verfluchte schnell die eine oder andre geschwänzte Textlektüre Stunde auf der Uni. Aber mit viel Geduld (alle andren Chinesen haben sich schon über uns lustig gemacht, weil wir so ewig lang gebraucht haben um diesen Vertrag durchzulesen) und Michis Vokabelkenntnis hatten wir das auch geschafft. Eingezogen sind wir dann doch erst am Mittwoch, weil wir bis dahin das Geld für ein paar Monatsmieten etc beraffen mussten (nochmal Danke an Yi an dieser Stelle).
Der restl. Tag verlief unspektakulär. Wir trafen uns dann noch mit der Agnes und fuhren zum Silk Market, weil die Agnes dort noch irgendwelche Olympis Sachen kaufen wollte. Danach gings noch schnell ab in ein Internetcafe und danach nach Hause um einzuschlafen.
Dienstag
Aufstehen um halb 5 in der Früh, da die Agnes schon früh am Flughafen sein musste, und wir ihr helfen mussten das Gepäck vom 18 Stock auf die Straße zu tragen (der Lift fährt zw 0 und 6 Uhr nicht). Das war dann im Endeffekt nur halb so wild wie angenommen, da wir sofort ein Taxi für sie fanden.
Nachdem wir uns dann wieder ein wenig hingelegt hatten, fuhren der Michi und ich nach Wudaokou rauf um uns ein bissl die Gegend der neuen Wohnung anzuschauen. Mehr oder weniger spontan beschlossen wir dann auch noch uns das Olympia Dorf anzuschauen und fuhren mit dem Bus dorthin. Dort waren wir dann jedoch ziemlich ernüchtert, da der Watercube und das Vogelnest weitestgehend abgesperrt waren (due to security reasons versteht sich -.-). Ein paar Fotos haben wir dann doch noch gemacht, auch wenn die ganze Zeit ein Zaun vor dme Fotoobjekt war ^^.
Danach fuhren wir nochmal in die Stadt ins Internetcafe und danach trafen wir uns mim Clemens (Unikollege aus Wien) und ein paar Arbeitskolleginnen von ihm um mit ihnen Eislaufen zu gehen, ja richtig gelesen, eislaufen. Das ganze war in einem Einkaufszentrum südlich des Zentrums. Wir kauften Karten für 100 Minuten. Die Schuhe waren mehr als gewöhnungsbedürftig (ich hatte keinen festen Halt) und das Eislaufen sowieso, da ich das letzte mal mit 8 Jahren eislaufen war! Vorteil an dem ganzen: Man betätigte sich sportlich. Nachteil: Durch mehrere Stürze aufgrund von übermütigem Fahrverhalten meinerseits aufgeschürfte Hände (keine Handschuhe), blauer Fleck am Knie, sowie nasse Hose. UND eine Blase am linken Fuß. Doch nach 100 Minuten war auch diese Qual/Spaß vorbei und es ging ab nach Haus, wo ich so gut schlief wie schon lange nicht mehr (Stichwort Erschöpfung).
Mittwoch:
Umziehen angesagt. Per Taxi mitsamt dem ganzen Gepäck zur Wohnugn gefahren, danach mit dem House Owner und der Agentin zur örtlichen Polizeistation gefahren um dort einen Meldezettel zu beschaffen. Danach fuhren wir noch zu einer Internetfirma, wo wir mein Internet für die Wohnung anmeldeten. Nachdem wir dann wieder zu Hause angekommen waren richteten wir die Wohnung ein bisschen ein, da manche Möbel mehr als gewöhnungsbedürftig platziert waren (warum steht eine Couch und der Kühlschrank und die Mikrowelle im Vorzimmer??). Auf dem Weg zum Mittagessen sind wir dann wirklich per zufall der Johanna über dne Weg gelaufen (Beijing ist vl doch nur ein Dorf), die ja auhc mit mir an der BLCU studiert. Nach dem Mittagessen lebten wir uns dann noch in der neuen Wohnung ein bevor es am Abend mit Johanna zu dritt Richtung Tiananmen ging um das neue Opernhaus zu begutachten. Von dort gingen wir dann zum Tiananmenplatz und nach dieser kleinen Sightseeingtur gings eh schon wieder nach Hause. Die erste Nacht in der eigenen Wohnung.
Donnerstag:
Der komplette tag war für Uni Registration reserviert. Vorgekommen bin ich mir dabei wie Asterix & Obelix mit dem Passierschein A 38. Man wird von einem Gebäude ins andere geschickt, von einem Stockwerk ins nächste. zB Ich wollte meine tuition fee mit VISA zahlen und musste deswegen extra in ein komplett anderes Gebäude rennen -.-
Auch super war, dass ich mal seit meiner Ankunft in China 3 neue Namen hab:
1.: Ingomar Stoller, ok is klar, das Ö gibt’s in China nicht
2.: Asgeir Ingason, der stand nämlich heute auf meinem Zahlschein für die Unigebühr oben. Keine Ahnung wie man auf den Namen kommt, er ist nicht mal die richtige Pinyintranskription meines deutschen Namens
3.: Wang Yingguo, mein Chines. Name, jedoch hab ich mir den selber aussuchen dürfen. Wobei „Wang“ soviel wie „König“ heißtund als Nachname fungiert und Yingguo soviel wie „heldenhafte Frucht“ bedeutet (nicht lachen!!)
Wie auch immer. Der Michi hat bei der Polizei als wir ihm einen Meldezettel beschafft haben auch einen neuen Namen bekommen und heißt jetzt Meingabner, weil das scharfe s ja wie ein b ausschaut ^^
Das ganze war sehr mühsam und ich hab mittlerweile schon so viele Zettel hergegeben und bekommen, dass ich schön langsam den Überblick verliere. Jedoch habe ich mittlerweile alles erledigt, bis auf wenige Sachen.
Morgen hab ich in der Früh den Einstufungstest und um 12 Uhr fahren wir dann mit dem Unibus zu irgendeinem Krankenhaus um dort unseren Health Check zu machen (war eh klar, dass ich den in China nochmal machen muss, auch wenn ich ihn in Österreich schon mal gemacht habe. Das beste daran: Ich darf für den in China nochmal zahlen, ca 40 €). Wenn ich dann das alles hab muss ich nur noch meinen Studentenausweis abholen und mein Visum verlängern, dann ist das erste mal geschafft.
Danach waren der Michi und ich noch beim Büro der Agentin um ihr das Geld für die Wohnung zu geben, der House Owner musste seine Kaution per Fahrrad abholen, da sein Auto heute nicht fahren darf (Stichwort gerades/ungerades Autokennzeichen).
Summa summarum geht’s mir also gut hier in China und das Leben nimmt schön langsam geordnete Formen an. Wie gesagt, die Option mich zu besuchen bleibt natürlich nach wie vor aufrecht. So, das ist jetzt mal eh genug für meinen ersten Eintrag hier aus Beijing, abschließend noch meine Kontaktdaten.
Hdy.: 0086 151 01 633 542
Adresse: Wangzhuanglu 27 Hao 6-621, Haidian District, 100083 Beijing, VR China
Und auf chinesisch: 王庄路27号6-621,海淀区,北京100083,中国
Also bis bald! Es freut mich antürlich, wenn mir ab und zu Leute was auf meine Mailadresse oder per Skype/ICQ schreiben :)
P.S.: Mein Blog ist hier in CHina zensiert, d.h. ich kann nicht drauf zugreifen und nichts updaten. Daweil wird mein Bruder Rü von Österreich aus den Blog aktualisieren, aber das is nur ne Zwischenlösung bis ich eine neue Blogadresse gefunden habe.
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