Dienstag, 27. Januar 2009

Chines. Neujahr & Japan Trip

Lange ists her das letzte Update und ich seh schon, dass das hier ein langer Eintrag wird. Alles der Reihe nach.

Gestern war chinesisches Neujahr. Peking ist wie leer gefegt, weil alle Leute aufs Land zu ihren Familien gefahren sind. Es ist echt wie eine Geisterstadt. Auf der Straße kein Auto, keine Menschen, die Ubahn so gut wie menschenleer, der Großteil aller Geschäfte hat geschlossen. Wollte mir vorgestern noch etwas Shisha Tabak kaufen und bin dementsprechen zu dem Tabakladen meines Vertrauens gefahren, wo ich mittlerweile schon Stammkunde bin. Dort angekommen musste ich leider feststellen, dass die wegen Neujahr geschlossen haben. Es war dann ein richtiger Krampf einen Tag vor Neujahr einen Laden zu finden, der guten arabischen Shisha Tabak zu halbwegs akzeptablen Preisen verkauft.

Das Neujahr selbst war dann sehr enthusiastisch. Während der westl. Neujahrswechsel hier mehr oder weniger langweilig und unspektakulär über die Bühne ging, heizten die wenigen Menschen, die in Beijing geblieben waren, der Stadt gestern Abend Vollgas ein. Seit gestern Früh wird geschossen und geknallt was das Zeug hält. Ich kann dadurch leider wenig schlafen, da die Knaller auch in meinem Hof verschossen werden. U.a. diret vor meinem Fenster. Aber das sind nicht normale Knaller. Das hört sich an wie ein Maschinengewehr, nur so laut als wenn man direkt daneben stehen würd. Die haben hier nämlich soclche Art Ketten bestehend aus lauter Knallern und wenn man eine so eine Kette anzündet knallt die eine Minute mind. Durch, nicht übertrieben! Das ganze beginnt um 7 in der Früh un hört irgendwann in der Nacht auf. Auf der Starße haben mittlerwele improvisierte Stände aufgemacht, die pyrotechnischen Schnickschnack verkaufen. Und die machen das Geschäft ihres Lebens. Denn haben die Chinesen hier mal alle sverschossen fährt man sofort zu einem dieser Stände und kauft weiter ein. Den ganzen Tag lang!

Neujahr selbst habe ich beim Mickey, der gleich bei mir um die Ece wohnt, verbracht. Der hat eine chines. Mitbewohnerin und wir haben mit ihr und ihren Eltern zusammen Neujahr gefeiert. Das ganze schaut so aus, dass man zuerst zusammen Jiaozi (Teigtaschen) macht und dann zu Silvester zusammen isst. Der obligatorische Reiswein hat natürlich auch nicht gefehlt und floss in Mengen. Es war auch sehr lustig sich mit dem (ziemlich trinkstarken) Vater der Mitewohnerin zu unterhalten (auch wenn sein Akzent derbst war), der anscheinend ein passionierter Jäger ist. So erzählte er uns Geschichten von seine Jagdausflügen, wie sie Bären erlegt haben und im Anschluss deren Blut getrunken haben, „weil das Kraft gibt“. War sehr amüsant. Danach ging es dann noch zugegebenermaßen recht angeheitert ans Raketen und Knaller zünden, welches wohl einem jeden Europäer bzgl. Sicherheit sehr zu denken gegeben hätte. Nicht nur, dass die Zündschnüre der ganzen chinesischen Billigdinger VIEL zu kurz waren (so dass nach dem Anzünden keine Zeit zum Wegrennen war), nein es kam auch de öfteren vor, dass eine Blindgängerrakete einfach nicht abflog und am Boden explodierte. 5 Meter vor uns. Oder in geparkte Autos flog, woraufhin deren Alarmanlage losging, was jedoch nur noch mehr zur Euphorie beitrug da nun zusätzich Lärm herrschte.
Um 4 trat ich dann aber auch schon den Heimweg an, da ich vom Vortag (Fortgehen) doch etwas geschlaucht war. Aus dem Ausschlafen wurde dann heut leider nix, da ich wieder pünktlich um 7 von den „Maschinengewehr“-Knallern aufgeweckt wurde. Polster oder Dekc über dne Kopf hatte beim besten Willen nichts gebracht, ich konnte einfach nicht mehr einschlafen. Gut. So war ich dann spät. Zu Mittags als der Magen begann zu Knurren mit dem Problem konfrontiert irgendwo Essen aufzutreiben. Und das an den größten Feiertag in China! Ein Blick in den Kühlschrank, der lediglich eine Ladung von Bierdosen und abgestandenem Cola offenbarte, machte meine Situation auch nicht einfacher. Gott sei Dank hatte ein Restaurantbei mir um die Ecke offen, alle andren hatten geschlossen. Somit eraprte ich mir die unerwünschte Diät.
Im Laufe des heutigen Tages gingen die Feuerwerke sowie die Knallerei natürlich auch nch weiter, den mehr oder weniger gezwungenen Schlafentzug nutzte ich um alibimäßig die Wohnung aufzuräumen.

Zu den Ereignissen der Wochen davor. Der westliche Neujahrswechsel ging mehr oder weniger gut über die Bühne. Weniger deshalb, weil sich die Lisi im Rahmen ihres Besuchs bei mri in Peking zu Neujahr mitten im Club auf der Tanzfläche den Miniskus gerissen hatte und wir sie nach Haus bringen mussten. Mehr, weil sies überlebt hat ;)
Danach waren Prüfungen angesagt die ich auch alle mehr oder weniger gut überstanden habe. Ab 7. Jänner hatte ich dann frei, flog am 9. Jänner gleich für 2 Wochen nach Japan auf Urlaub und um unter anderen einen Freund, der gerade dort studiert, zu besuchen.

Japan war für mich als mittlerweile assimilierter Chinese (zumindest was das tägl.Verhalten betrifft) ein totaler Kulturschock. Es war der östliche Westen. Und es war das fortschrittlichste Land in dem ich je war. Und das seltsamste. Und zwar bzgl ALLEN Aspekten des alltägl. Lebens sowie der Gesellschaft. Ich kam mir vor wie als wenn ich 20 Jahre in die Zukunft gereist wäre. Ich kann kein Japanisch und 99,9% der Japaner spechen kein Englsich. Trotzdem stellte sich bei mir nie sow irklich das Lost in Translation Gerfühl ein, da dTeile der japanischen Schrift doch der chines. Ähneln. Somit konnte ich mich selst ganz gut zurecht finden. Nur wenn es zur persönlicchen Kommunikation kam wurde es ein riesiges Problem.

Japan war einfach anders. Es herrscht überall eine Überflut an Informationen. Wie oft stand ich am Hauoptbahnhof und hab das Gleis für meinen Zug gesucht? Obwohl (zumindest in Tokyo) alles auf Englisch angeschrieben ist bin ich einfach wie baff vor den ganzen Anzeigetafeln gestanden. War komplett überfordert mit der Infomartionsflut. Das ganze ist einfach schwer zu beschreiben man muss es erlebt haben. Als ich zB am ersten Abend in Tokyo ankam wusste ich, dass ich mit der Ubahn zur Station Asakusa fahren musste, weil ich dort mein Hotel hatte. Das Ubahnpreissystem in Tokyo funlktinoert nach Stationen. Und nach Company. Das Tokyo Ubahnsystem wird von mehreren unterschiedlichen Firmen betrieben, die alle eigene Linien und Preismodelle haben. Sprich für den 0815 Touristen wie mich absoluter HORROR! Ich stand also vor diesem Ubahnplan mit den Tarifen und obwohl alles auf Englisch dastand. Ich habs einfach nicht gecheckt. Ich bin wirklich locker 5 Minuten davor gestande und habs versucht zu vertehen aber es ging nicht. Absoluter Horror war überhaupt weil ich einmal umsteigen musste und somit ingesamt mit 2 unterschiedlichen Company Sbways fahren musste, dazu braucht man dann ein Transfer Ticket wieder mit eigenem Tarifmodell versteht sich, aboluter Horror! Zu meinem Glück kam ein engagierter Japaner zu mir, der offenbar sein Englsich verbessern wollte, und fragte ob er mir helfen könne.

Andere Eindrücke aus Tokyo: SAUTEUER! Generell ganz Japan, aber ganz speziell Tokyo. Essen gibt’s im Restaurant nicht unter 10€. Und dann sinds auch nur simple Nudeln. Sushi gibt’s am Fishmarket um 30€ für 5 Stück! Ubahnfahren für 3 Stationen 2,5€. Ein Kilometer im Taxi 7€, in der Nacht mehr. Fortegehn: Nirgends gibt’s ein Seiderl unter 5€. Eintritt in die Clubs 20-30€, NUR der Einritt. Garerobe nochmal 5€. Hotels: Ich hab in einem Kapselhotel geschlafen. Sprich mein „Zimmer“ war eine Kapsel, ja richtig gelesen, wie ein Sarg. Einfach nur eine Matratze drin, vl. Halben Meter hoch und grad so grß, dass man drin liegen kann. De facto die günstigste Variante in Japan zu schlafen. Kostenpunkt 30€/Nacht. Kein Frühstück und gemeinsame Sanitärräume versteht sich.

Außerdem: LÄRM! Tokyo ist so unglaublich laut. Alles macht Geräusche, von überall dröhnt Musik, sogar von den Ampeln. Als ich Abends nach Haus gekommen bin und mich hingelegt hab hat mein kopf immer noch eine Stunde lang gedröhnt.
Es gibt über Japan einach SO viel zu erzählen, aber das würde hier sämtliche Grenzen sprengen. Ich könnte stundenlang schreiben. Wie gesagt war es für mich ein Kulturschock wieder nach 5 Monaten in ein „zivilisertes“ Land zu kommen. Keiner hupt dich an, keiner fährt/geht bei Rot über die Straße, kein Müll auf der Straße. Und ich bin auch seit langem wieder in den Genuss von Regen und GUTER LUFT gekommen. Hab das schon gar nicht mehr gekannt. Als ich in Tokyo ankam regnete es, zum ersten mal, dass ich siet dem 29. September 2008 wieder Regen gespürt habe (das war das letzte mal, seit es in Peking geregnet hat). Die Luft war feucht du nicht trocken! UND sie hat gut gerochen, und das is einer Großstadtmetropole. Des weiteren: Fettfreies Essen. Japan war der erste Urlaub in dem ich abgenommen habe! Weil das Essen hier einfach Null Fett hat.

Insgesamt war ich also 2 Wochen in Japan. Hab den Großteil der Zeit (knapp eine Woche) in Tokyo verbracht. Außerdem war ich noch in Kobe (meinen Freund besuchen), in Arima Onsen (ein kleines Dorf wo es heiße Quellen gab), Nagano (eigtl nur irrtümlich weil ich den falschen Zug genommen hatte), Matsumoto (um das gleichnamige Schloss dort zu beischtigen), Kyoto (unglaublich wie viel es dort zu sehen gibt), Fujiyoshida (die näheste Stadt zum Mount Fuji) und Hakodate in Hokkaido (ein kleines Fischerdörfchen ganz im Norden von Japan, weit weg von den Touristenpfaden).
Die letzten Tage in Japan waren dann noch ewas stressig, die Geschichte ist etwas kompliziert. Ich hab mich in Japan immer nur per Zug fortbewegt, weil ich den Japan Raill Pass hatte. Diesen Pass kann man sich kaufen, bevor man nach Japan kommt. Man kann ihn für ein, zwei oder drei Wochen kaufen und dann im entsprechenden Zeitraum unbegrenzt mit der japan. Bahn (inkl. Shinkansen) fahren. Is ziemlich lässig und ich hab ihn mir seiner Zeit für 2 Wchen zugelegt, Gültigkeit beginnt ab dem Tag wo man ihn zum ersten mal einlöst. Das war bei mir FR 9. Jänner als ich vom Flughafen nach Tokyo fahren musste. Mein Abflug war am FR 23. Jänner, also genau 2 Wochen später. Was ich aber nicht einkalkuliert hatte, war die Tatsache, dass ja auch schon der 9. Jänner selbst als erster Gültigkeitstag gilt, sprich mein Pas släuft einen Tag früher als beabsichtigt, am 22. Jänner, ab. Hab das auch erst im Rahmen meiner Reise bemerkt, als ich mal so aus langeweile in den Railpass starrte.
Die letzten Tage waren bei mir so: Am MI und DO war ich in Hakodate, 600km von Tokyo enfernt, am FR musste ich um 10 in der Früh am Flughafen sein. Als ich die Tickets für Hakodate kaufte beschloss ich also einfach am DO um ca 22 Uhr ni Tokyo zurück zu sein um mit dem letzten Airport Express zum Flughafen zu fahren und dort zu übernachten. So würde ich mir das Hotel sparen und müstte mir am FR nicht das Airport Ticket selber zahlen. Tja, ich war so blöd und hab natürlich NICHT nachgefragt, wann der letzte Zug zum Flughafen ging, da ich mir dachte, dass in tokyo, der größten Metropole der Welt, wohl um 10 am Abend noch ein Airportrain gehen würde. Denkste, am DO kam ich nach 6 Stunden mit meinemganzen Gepäck in Tokyo an, ging zu den Gleisen des Airport Express, doch dort stand nichts mehr auf der Anzeige.Ich zum nächsten Infoschalter, wann geht der nächste Zug zum Flughafen? Sorry, der letzte ging bereits vor einer Stunde. Um 21 UHR! Und das in TOKYO! Unglaublich. Ich wuste echt nicht was ich tun soll. Ich war echt nicht bereit noch eine weitere Nacht im Hotel zu bezahlen, noch mehr Geld auszugeben. Somi beschloss ich mitsamt meinem Gepäck im strömenden Regen durch Tokyo zu hatschen um einen 24/7 McDonalds oder ähnliches zu finden, wo ich mich reinsetzen konnte. Nach über einer Stunde Odyssee fand ich dann auch einen, jetzt hatte ich dann jedoch 6 Stunden Zeit totzuschlagen, ehe de erste Zug um 5 in der Früh zum Airport ging. Nachdem ich mich selbst mit einigen Mc Coffees gepimpt hatte, nahm ich ein Blatt Papier sowie eine Stift in die Hand und begann ein Memo an mich sekbst zu schreiben. Wie blöd ich denn war und nicht nach dem letzten Airportrrain gefragt hab bevor ich die Hakodate Tickets gebucht hatte. Das ganze wurde 10 A4 Seiten lang und verschwendete 3 Stunden. Unglaublich gute Zeitüberbrückung. Dann schlug ich noch die letzten paar Stunden tot und brach um 4 dann Richtung Hauptbahnhof auf (noch immer im strömenden Regen und mit meinem ganzen Gepäck),, wo ich dann nach einer Stunde Hatscherei ankam und völlig übermüdet schließöich den Flughafen erreichte.

Tja, das war Japan, Extremst kurz zusammengefasst. Bilder gibt’s demnächst im StudiVZ und auf Facebook!