Dass der Klimagipfel in Kopenhagen scheitern wird, war spätestens bei der pompösen Selbstinszenierung der „world leaders“ ersichtlich. Denn schwammige Bekenntnisse lassen sich bekanntlich leichter aussprechen als fixe Zugeständnisse in Form von Taten. Wie auch immer.
Dass sich jedoch ausgerechnet China auf die Seite der Indutsrienation-anprangernden Enticklungsländer stellt und mehr Entwicklungshilfe fordert, ist geradezu beschämend. Denn als weltweit größter Schadstoffausstoßer nach den USA den Mund dermaßen weit aufzureißen, grenzt schon nahezu an Naivität. Unter den Top 10 der schmutzigsten Städte auf der Erde befinden sich 7 in China, inklusive der schmutzigsten Stadt der Welt (Linfen) in der ein Tagesaufenthalt dem Rauchen von 3 Zigarettenpackerln entspricht. Des Weiteren gibt es in Peking jeden Tag 2000 (!!) KFZ Neuzulassungen, vergangenes Wochenende wurde in der Hauptstadt die 4 Mio. Marke durchbrochen – Schadstoffreduzierung ade. Wie stolz wurde der Bevölkerung noch Anfang November die Wachstumsprognose der Autobranche für das 4. Quartal 2009 dargelegt, wie überheblich suhlt man sich jeden Tag in den Abendnachrichten mit den Schlagworten von steigendem Wirtschaftstwachstum und Aufstieg zum Global Player? Und bei all diesen Hintergrundinformationen will man der Weltöffentlichkeit dann plötzlich weis machen, dass man sehr wohl vom Westen abhängig und auf dessen Entwicklungsgelder angewiesen ist? Dass der weltweite Schadstoffausstoß ohnehin nur von den Industrienationen verursacht wird?
Der gescheiterte Klimagipfel von Kopenhagen hat uns vor allem die Irrtüme der Political Correctness des 21. Jahrhunderts aufgezeigt: Denn die internationale Staatengemeinschaft ist keineswegs näher zusammengerückt, ganz im Gegenteil: Wenn es hart auf hart kommt, kämpft nach wie vor jeder im Eigeninteresse – allen voran China.
Dienstag, 22. Dezember 2009
Eigeninteresse - allen voran China
Schlagwörter:
Klima,
Umwelt,
Verschmutzung
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